Wer bin ich und wer will ich sein?
Guten Abend liebe Leser,
seid ihr noch da? Oder hab ich euch durch meine Abwesenheit bereits verloren? Wer auch immer dies noch liest soll willkommen sein zu einer weiteren Möglichkeit in meine Gedankenwelt einzutauchen. Ich sollte euch erst einmal von der momentanen Lage berichten, da ich, wie bereits erwähnt, eine Weile nichts von mir hören lies. Aber ich werde mich dann wohl sowieso in Gedanken verlieren.
Ich bin inzwischen so gut wie durch mit der Schule. Am Mittwoch erwartet mich mein letzter Schultag und danach folgen auch schon die Prüfungen. Ob ich Angst habe? Ich weiß nicht recht. Manchmal ja. Manchmal fürchte ich mich so sehr davor und davor was danach auf mich wartet. Mir wird langsam aber sicher bewusst, dass die Zeit nicht wartet. Sie läuft einfach weiter. Zeit ist unendlich und Menschen befürchten trotzdem zu wenig davon zu haben. Was ist es, dass wir noch erreichen wollen? Was ist es, dass uns dazu drängt und zu beeilen? Warum fürchten wir uns so? Bleibt uns tatsächlich keine Zeit mehr? Ich weiß es nicht. Keine Antwort scheint mich zufrieden zu stellen.
In letzter Zeit bin ich von allem begeistert, alles interessiert mich und gleichzeitig bin ich von alles und jedem gelangweilt. Ich bin der Welt überdrüssig. Ich weiß nicht wohin mit mir. Mich überkommt die Abenteuerlust. Ich will laufen, schreien, singen, tanzen und neue Orte sehen. Ich möchte all die Dinge tun, die ich bisher noch nie getan habe. Und ich will nichts tun. Ich will mich nicht bewegen, nicht denken, nichts sehen, nichts hören. Ich möchte da liegen und einfach nur da sein. Mehr nicht. Ich will nur wissen, dass mein Herz schlägt und das soll mir reichen.Aber weder das eine noch das andere geht. Wieso nicht? Wieso halten wir uns auf von dem was wir wollen?Ist es die Zukunft die uns Angst macht? Ist es die Vergangenheit der wir den Rücken zukehren? Ich versteh es nicht. Oder ich verstehe es doch. Ich begreife es, aber ich will es nicht. Ich möchte nicht dass das Leben ist wie es nun einmal ist.
Alle Menschen erscheinen mir gleich und doch unterschiedlich. Wie man sieht kann ich mich nie entscheiden.
Es gibt für mich kein richtig oder falsch. Ich bin ein wenig verloren weil ich mich nie einer Seite zuordnen kann. Es erinnert an Tonio Krüger. Ich mochte das Buch nicht wirklich, aber der Gedanke dahinter war mir durchaus bekannt und wirke interessant. Er stand im Zwiespalt, denn er wusste nicht wohin mit ihm. Nein, das ist falsch. Er wusste es doch, aber er wollte es sich nicht eingestehen. Und manchmal denke ich, dass ich ebenso denke. Vielleicht denke ich auch zu viel nach. Zu viel über Dinge, über die ich mir keine Gedanken machen sollte. Aber so einfach abstellen kann ich das nicht. Wohin mit mir? Wohin mit uns? Wohin mit der Welt? Ich weiß nicht mal womit ich mich mehr befassen soll. Mit mir und dem was ich fühle/möchte, der Situation in der Welt oder mit der Schule und meiner Zukunft.
Momentan habe ich das Gefühl ich bin total träge und mache im Grunde genommen gar nichts und gleichzeitig fühle ich mich so, als wäre ich permanent überfordert. Mit meiner Psyche, mit meinem Körper, mit meinem Umfeld, mit eigentlich allem.
Vielleicht bin ich deshalb von Geschichten und Büchern so begeistert. Die Menschen darin wirken so sorgenlos. Oh, ich meine nicht sorgenlos im Sinne von, dass sie keine Probleme hätten. Nein ich meine sie sind etwas einseitig oder? Es gibt ein Ziel. Eine Idee der sie nachlaufen. Wir bekommen einen Einblick auf ein Abenteuer. EINS. Nicht Tausend. Wir wissen nicht was sie sonst belastet.
Und in der echten Welt strömt alles auf einmal auf uns ein. So viel, dass es uns zu erdrücken droht. Gehen wir unter?
Manchmal will ich einfach nur laut anfangen zu lachen und dann will ich weinen und alles raus lassen.
Versteh einer den Menschen.
Wie viele Sterne sind am Himmel? Wie viele Menschen denken an dich? Wie viele Menschen hast du in einem Leben gesehen? Wer zählt die Stunden die du mit weinen verbracht hast? Wer zählt die Stunden die du mit Lachen verbracht hast? Ich dachte immer, wenn man älter wird klären sich die Fragen auf. Wenn man älter wird findet man Antworten. Habe ich gedacht. Aber stattdessen häufen sie sich.
So viele Menschen um mich herum verlieben sich, verlieren sich. Und ich frage mich ob ich damit überhaupt klar kommen würde. Wäre ich in der Lage zu lieben und geliebt zu werden, wenn ich doch nicht weiß wohin mit mir. Wenn ich jetzt schon nicht weiß wer ich bin. Ich verstehe das nicht. Liebe, meine ich.
Macht es so süchtig? Sehnt man sich tatsächlich so stark danach?
Es steht euch frei mir Antworten zu liefern. Ob sie mich zufrieden stellen werden wir sehen, wenn es soweit ist.
Ich danke euch fürs Lesen. Ich danke euch. Bis bald.
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